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17. Apr, 2021

Bücherkampagne zu “Die eigene Seele befreit“ von Gabrielle Bellerose 

„Ich habe eine Weile gebraucht, um mir bewusst zu werden, dass man keine Modelmaße haben muss, um eine Frau zu sein.“

Bevor ich damit beginne über mich und meine Empfindungen zu schreiben, muss ich vorab sagen, dass ich Gabrielle unglaublich mutig dafür finde, ihre Geschichte mit der Welt zu teilen! Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es ist, in einem fremden Körper geboren worden zu sein, und bin auch dankbar dafür, dass ich einen solch langen und nervenzerreißenden Weg zum wahren Ich nicht gehen musste. Gabrielles Geschichte hat mir tiefere Einblicke aus einer Perspektive gegeben, die ich noch nie wahrgenommen habe und wahrscheinlich auch nicht so richtig verstehen werde. Trotzdem hat sie mich natürlich bewegt, vor allem dazu mich selbst zu fragen, wer ich denn eigentlich bin und ob ich mich nicht insgeheim verstelle.

~Я~

Bodyshaming beginnt in jungen Jahren. Besonders mit dem Eintritt in die Realschule habe ich schnell gelernt, dass es wichtig ist, was du anziehst, wie du aussiehst, wie du sprichst und wie du dich verhältst. Zur damaligen Zeit war ich sehr schüchtern in der Schule, was ein absoluter Kontrast du meinem Ich zu Hause gewesen ist. Bei uns im Hof habe ich immer lässig mit allen Jungs und Mädchen gleichermaßen Fangen gespielt oder einfach nur geredet. Ich habe mich gefühlt, als würde ich zwei Leben führen und kann mir bis heute nicht erklären, warum ich in der Schule so verschüchtert gewesen bin. Zu dieser Zeit begann ich Komplexe zu entwickeln. Ich war mit einem mehrere Jahre älteren Mädchen befreundet, welches im Vergleich zu mir modebewusst, beliebt, selbstbewusst und wunderschön war. Es war eine toxische Freundschaft, das wusste ich irgendwie auch, aber ich mochte es, sie als Freundin zu wissen. Es folgte aber schnell das Mobbing. Ich kann mich nicht erinnern, warum sich plötzlich alle gegen mich gewandt haben, aber ich erinnere mich an die Worte. Es war auch keine lange Zeitspanne – zwei Wochen vielleicht – und dann war alles wieder gut zwischen uns, aber diese Erfahrung wird mich für immer begleiten. Mit dreizehn Jahren beginnt der Körper sich zu entwickeln und ich war nicht zufrieden. War kräftig, klein und hatte unreine Haut. Ich war nicht übergewichtig und sah auch nicht wirklich schlimm aus, aber aus meiner Sicht war ich hässlich. Vor allem, wenn ich mich mit anderen Mädchen verglichen habe, die eine schönere Figur, bessere Klamotten, reinere Haut hatten. Ich habe mich überhaupt nicht wohl in meiner Haut gefühlt und wollte einfach nur raus. Dieses Gefühl hat sich immer mehr gesteigert bis ich mit fünfzehn Diäten, Sport, Hungern als Lösung für ein Problem versucht habe, das ich mir selbst fantasierte. Oftmals hatte ich Heißhungerattacken – ich nannte sie immer Fressattacken, als wäre ich ein Tier ohne Kontrolle und so habe ich mich auch gefühlt -, die daraus resultierten, dass ich zuvor gehungert habe. Ich war nie wirklich zufrieden mit mir selbst, konnte aber dann aus dem Teufelskreis entkommen. Ich habe selbst realisiert, dass es so nicht weitergehen kann. Keinen Sinn hat mich selbst zu verbiegen und dabei nur Schmerz zu bereiten. Denn ich was nützte es mir, mich zu „verschönern“, wenn es mich innerlich zerfraß. Diese Selbsterkenntnis liegt jetzt ungefähr drei Jahre zurück und ich habe gelernt, dass ich auch auf andere Weise – eine gesunde Weise – an mir arbeiten kann. Natürlich ist es mir auch heute noch wichtig, wie ich aussehe. Auch heute noch habe ich an schlechten Tagen Komplexe und bin über mein Aussehen unzufrieden. Aber das ist das Leben. Es ist nicht immer alles schön und perfekt und diese Tage gehen vorüber. Ich mache seit mehreren Monaten regelmäßig Sport und versuche auf eine gesunde Ernährung zu achten. Und ich bin glücklich und zufrieden mit mir selbst. Es ist kein Leistungssport, sondern mehrere Workouts, die es mir ermöglichen nicht nur mit meiner harten Arbeit und Leistung zufrieden zu sein, sondern mich auch in meinem Körper wohlzufühlen. Auch mache ich keine Diäten – die haben mir noch nie etwas gebracht und nur schlechte Erfahrungen zurückgelassen -, sondern ernähre mich gesünder, in dem ich selbst koche, viel Obst und Gemüse verwende und eine positive Einstellung zum Essen habe. Denn ich LIEBE Essen! Ich verzichte auch nicht auf Süßigkeiten – könnte ich auch gar nicht, da ich Schokolade, Kuchen, Gebäck und Eis über alles liebe! – und auch nicht auf Snacks. Ich fühle mich ausgeglichener, als ich es jemals mit den exzentrischen Diäten, dem Fasten oder übermäßigem Sport, getan habe. Ja, es waren harte Monate und es hat gedauert bis ich Resultate sehen konnte, aber ich habe nicht aufgegeben und akzeptiert, dass es Zeit braucht und es das wichtigste ist, glücklich und gesund zu sein. Ich weiß, dass es sicherlich noch viele Tage geben wird, an denen ich an mir und meinem Aussehen zweifeln werde, aber das ist für mich in Ordnung, solange ich mir sage, dass es nur ein Moment des Zweifelns ist, der jeden überkommen kann und auf meine bisherigen Erfolge zurückblicke. Und ehrlich gesagt, finde ich es in Ordnung, dass ich dieses Erfahrungen gemacht habe, da sie meinen Charakter geprägt haben, mich stärker und selbstbewusster werden ließen und ich gelernt habe, auf meinen Körper zu hören und mir selbst zu gefallen.

Entscheide für DICH und sei du SELBST!

6. Feb, 2021

Ich kann ganz stolz von mir behaupten ein absoluter Marah Woolf Fan zu sein! Ihre Bücher sind einer der Gründe, warum Fantasy zu meinem Lieblingsgenre geworden ist! Ihre "GötterFunke"-Reihe hat mich damals gepackt und verzaubert! 

Ihre neuste Reihe, die "HexenSchwesternSaga", ist so unglaublich, dass ich dazu einfach einen eigenen Beitrag schreiben musste! Der dritte und letzte Band ist zwar erst vor ein paar Tagen erschienen und ich habe ihn noch nicht gelesen, aber aufgrund der Gefühle und Begeisterung, die ich aus den ersten beiden Bänden habe, kann ich die Reihe guten Gewissens weiterempfehlen. Besonders an die Fantasyliebhaber, die genauso wie ich auf Magie, Spannung und packende Gefühle stehen! 

Aber worum handelt die Reihe überhaupt?


Band 1: "Sister of the Stars" 

✯ Niemand kämpft so gut für dich wie du selbst. ✯

Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden Dämonenfieber verlor sie all ihre Hexenkräfte. Um zu überleben, musste sie ihre Heimat und ihre große Liebe Ezra Tocqueville verlassen. Nun kehrt sie geheilt nach Frankreich zurück, das mittlerweile hinter einer riesigen Mauer liegt, die die Welt vor den Dämonen schützt. Vianne ist fest entschlossen, sich ihre Magie und Ezra zurückzuholen.

Vorher muss sie jedoch den jetzigen Großmeister der Magier überzeugen, einen Pakt mit den Dämonen zu schließen. Aber Ezra hat seine eigenen Pläne und in diesen kommt Vianne nicht mehr vor

Ein magisches Abenteuer voller Gefahren und Romantik in einer Welt, in der Legenden Wirklichkeit geworden sind.


Band 2: "Sister of the Moon" 

☽ Auch wenn du Angst hast, tu es trotzdem. ☾

Wir sind, was wir tun.

Vianne hat den Angriff der Dämonen überlebt, aber nun sind sie und ihre Schwestern Gefangene am Hof des Hochkönigs von Kerys. Er will sie zwingen, ihm schwarzmagische Artefakte zu beschaffen, die ihm unbegrenzte Macht verleihen. Macht, die er gegen die gesamte Menschheit einsetzen wird.

Um einen Ausweg zu finden, bleiben Vianne nur wenige Wochen. Danach wird Regulus seine Drohung wahr machen und sie und ihre Schwestern mit einem Dämon vermählen. Sie darf niemandem trauen, denn alles, was sie bisher zu wissen glaubte, entpuppt sich nun als Lüge.


Band 3: "Sister of the Night"

▼ Träume das Unmögliche und dann mach es wahr. 

»Du könntest in Coralis bleiben«, sagte Aarvand.
Ich lachte kurz auf. »Dann müsste ich meine Welt verlassen. Ich würde meine Schwestern und mein Zuhause nie wiedersehen. Würdest du dein Leben für mich aufgeben? Dein Amt? Dein Land?«
»Nein«, erwiderte er knapp.
Ich legte ihm eine Hand auf die Wange. »Und deswegen«, sagte ich bedauernd, »werde ich all das, was ich eigentlich will, nicht mit dir tun.«

Vianne und ihre Schwestern konnten aus Morada fliehen, aber die Gefahr, in der die Welt der Menschen schwebt, ist längst nicht gebannt. Regulus’Rache wird furchtbar sein, daher müssen sie versuchen, ihm zuvorzukommen.
Nachdem der Grimoire ihrer Großmutter ihnen eine geheime Botschaft offenbart hat, begibt Vianne sich auf eine gefahrvolle Reise. Denn die Zukunft der Welt liegt in der Vergangenheit.


Ich kann es auf jeden Fall nicht erwarten den letzten Band zu lesen! Mit seinen 608 Seiten ist er ziemlich dick, aber ich kann trotzdem nicht glauben, dass die Geschichte rund um Vianne und ihre Schwestern dann bereits vorbei sein soll! 

Falls ihr die Reihe - oder Autorin - noch nicht kanntet und Fanatsy mögt, hoffe ich, dass ich euch vielleicht für die Reihe begeistern konnte. ツ

17. Okt, 2020

In diesem Beitrag möchte ich euch das Buch "Make Me Good" von Josie Charles vorstellen. Das Buch habe ich auf Basis einer Kampagne von @mainwunder bekommen, was meine Meinung aber nicht beeinflusst hat.


 

MAKE ME GOOD

Josie Charles

Schon seit Längerem habe ich mir einen Liebesroman gewünscht, bei dem kein naives Mädchen dem Badboy verfällt und ihn besser macht. Zwar finde ich solche Geschichten interessant und sie sind ja nicht vollständig identisch, da es immer viele Aspekte gibt, die sich unterscheiden, aber irgendwann habe ich keine wirkliche Lust dieselbe Story zu lesen.

Als ich dann von der Kampagne zu "Make Me Good" erfahren und den Klappentext gelesen habe, wusste ich, diese Geschichte muss ich lesen! Denn anstatt eines guten Mädchens, ist Shannon alles andere als brav und bereitet Barclay große Probleme. 

Und darum geht es:

Barclay studiert an einer Privat-Uni im sonnigen Miami, fährt einen Sportwagen und hat die angesagteste Clique um sich geschart. Sein Leben scheint perfekt – bis Shannon auftaucht. Die geheimnisvolle Schwarzhaarige lauert Barclay in seinem Auto auf und fordert von ihm, dass er sie zu seiner neuen Freundin macht. Weigert er sich, wird sie sein größtes Geheimnis ausplaudern. Notgedrungen lässt sich Barclay darauf ein, ohne zu ahnen, wie sehr Shannon sein Leben auf den Kopf stellen wird.

"Der Millionärssohn und die Kriminelle - Kann aus Erpressung Liebe werden?"

Eine Geschichte mit vertauschten Rollen? Klingt danach, weshalb ich das Buch unbedingt lesen musste. Aber der Schein trügt auch, denn die Geschichte kam anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Aber besser anders. Denn obwohl Shannon und Barclay gegensätzliche Leben führen, haben sie doch mehr Gemeinsamkeiten, als man anfangs denken könnte. Genau diese Kombination aus der Idee, eines Badgirl und Goodboy, der Spannung und den Geheimnissen, sowie Parallelen, die sich erst beim Lesen finden lassen, haben dafür gesorgt, dass ich die Geschichte innerhalb zwei Tage beendet habe. 

Zwar hatte ich eine andere Erwartung, aber die tatsächliche Geschichte hat diese dann übertroffen und das Buch viel spannender gemacht, denn ich wurde mehrmals überrascht und es wurde niemals langweilig.

"Was deins ist, ist auch meins, Jam Tart", erwidert sie fröhlich. Ich verziehe das Gesicht. "Nenn mich nie wieder Marmeladentörtchen." Sie deutet auf ihr Handy. "Bei uns in London ist das ein anerkannter Kosename für Verliebte, weil es sich auf Sweetheart reimt. Wir wollen ja realistisch bleiben."

Ein absolutes Highlight der Geschichte ist der Humor und Witz der Autorin. Shannon wirkte dadurch unglaublich lebendig und selbstbewusst. Grundsätzlich ist Shannons Charakter aber viel tiefgründig, als man aus den ersten Seiten herauslesen kann. Ihre Wünsche, Träume und Gedanken haben mich wirklich beührt. 

"Du bist mir zu kalt. Dabei scheint doch ein warmes weiches Herz in deiner Brust zu schlagen, oder?" Sie funkelt mich an und ich habe mich wieder genug im Griff, um mich wenigstens aufzurichten. "Was willst du damit sagen?", frage ich. "Dass du vielleicht diesen Weichbirnen hier gegenüber so tun kannst, als würdest du ein Hotel entwerfen, aber in Wahrheit baust du wie ein kleiner Junge, der mit Legosteinen spielt, dein Zuhause nach, hab ich nicht Recht? Eine schönere Version von dem einzugen richtigen Zuhause, das du je hattest."

Shannon fährt gerne die Krallen aus, wenn sie sich bedroht fühlt und hat von Anfang an eine ganz klare Meinung. Ich fand es interessant mitzuverfolgen, wie sie sich immer weiter entwickelt hat, bis man am Ende einen EInblick in ihren kompletten Charakter hatte. Shannon hat mir in dieser Geschichte auf jeden Fall am meisten gefallen, denn sie ist eine Kämpferin und gibt niemals auf. Aber auch Barclay hat sich in mein Herz geschlichen und war die größte Überraschung dieses Buchs, denn ich habe ihn mir ganz anders vorgestellt. 

"Du bist der klassische Homecoming King ... und ich will deine Homecoming Queen sein."

Ein Liebesroman mit vertauschten Rollen also? Kann ich nicht direkt sagen, denn - ohne zu spoilern - es gibt einige Parallelen zwischen den beiden und ihre Persönlichkeiten lassen sich nicht auf gut und böse begrenzen. Sie sind so viel mehr als das und auch ihre Geschichte ist mehr, als nur eine einfach Liebesgeschichte. Meiner Meinung nach hat die Autorin sehr viele interessante, aber auch bewegende Themen aufgegriffen und sie in eine einzigartige Liebesgeschichte verpackt, mit zwei Protagonisten, die sich viel ähnlicher sind, als man zuerst annimmt. 

11. Okt, 2020

Vor ein paar Wochen hat mich eine wunderschöne Buchbox vom @bookapiverlag erreicht, in der die beiden Bänder der "Tränendilogie" mit passenden Goodies enthalten waren. Die Kampagne wurde von @mainwunder organisiert und ich gehöre zu den Glücklichen, die daran teilnehmen dürfen🤭 

Beide Bücher sind vom Cover her wunderschön, aber das Cover allein sagt ja noch nichts über das Buch aus. Aus diesem Grund wollte ich euch die beiden Bücher ein wenig näher vorstellen.

Die Reihe besteht aus zwei Bändern:

  • Die Tränenkönigin 
  • Die Tränenrebellin

 ∞ 

   ە Die Tränenkönigin ە 

- 340 Seiten

- Darum geht es:

Manchmal ist der Tod nicht nur das Ende eines geliebten Herzens, sondern besiegelt zugleich dein Schicksal. Das muss Nava schmerzlich erkennen, als ihr Zwillingsbruder nach dem Tod ihrer Eltern verstummt. Eine Flucht aus Marenna scheint ihr einziger Ausweg und nur der fremde Jayden ist bereit, sie auf dieser Reise ins Ungewisse zu begleiten. Erst ein unglaubliches Angebot der Tränenkönigin gibt ihrem Weg eine Richtung. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Tränen, die nicht nur das Schicksal ihres Bruders, sondern das einer ganzen Welt für immer verändern könnten.

 

   ە Die Tränenrebellin ە 

- 329 Seiten

- Darum geht es:

Auf welcher Seite wirst du stehen, wenn alles, was du bisher kanntest, in sich zusammenbricht?

Nach ihrer ereignisreichen Flucht fassen Nava, Jayden und Nate den Entschluss, in die Einzige Stadt zurückzukehren, um die Insel vor dem Untergang zu bewahren. Denn die Tränenmeere drohen, alles unter sich zu begraben, falls das Gleichgewicht der Elemente nicht wiederhergestellt wird. Gemeinsam planen sie eine Rebellion, um die Seelenlosen zu heilen und für eine gerechte Zukunft der Mädchen zu kämpfen. Doch als sie Marenna erreichen, fordert das Schicksal sie erneut heraus.

Nun liegt es an Nava, herauszufinden, ob die Legenden um das Königliche Festland wahr sind und was sie mit der Tränenmagie tatsächlich bewirken kann.


"Und auch wenn ich der Trauer nachgeben möchte, ist es die Seele meines Bruders, die ich retten muss."

∞ 

Die Tränendilogie erzählt eine berührende Geschichte, in denen Tränen viel mehr sind, als den Menschen eigentlich bewusst ist. Neben den ganzen magischen Aspekten, sind es die Gefühle, die in der Reihe im Mittelpunkt stehen. Gleich am Anfang im ersten Band kann man bereits die Liebe, Traue und Verzweiflung, die Nava gegenüber ihrem Bruder empfindet fühlen. Diese tiefen Gefühle sind es, die sie in ihren nächsten Handlungen prägen und die dafür sorgen, dass sie über sich hinaus wächst und kämpft. In der Geschichte gibt es viele spannende Themen und Handlungen, aber ich wollte euch die  Gefühle von Nava vorstellen, die sie anspornen und die die Geschichte vorantreiben. Ich habe selbst einen Bruder, zwar keinen Zwilling, aber trotzdem kann ich Navas Beweggründe und Handlungen dadurch viel besser nachvollziehen. Als Leser kann man - finde ich - wirklich schön miterleben, wie wichtig Familie für die Autorin, und somit Nava, ist und wie weit sie bereit ist für geliebte Menschen zu gehen.

 

17. Aug, 2020

"Let's Go Himalaya!" ist eine Reise nach Tibet, voller neuer Eindrücke und einer ganz anderen Kultur.

Katja Linke, Ärztin und Mutter, begibt sich mit ihrer Tochter auf eine Reise voller neuer Erfahrungen und in eine ihnen fremde Kultur. Ihr Ziel: Mount Everest in Tibet. Auf dieser Reise begegnen die beiden vielen neuen Menschen und erhalten neue Sichtweisen auf Tibet, den Dalai-Lama und dem Buddhismus. Da Katja Linke Ärtztin ist, bekommt man als Leser auch einen sehr interessanten Einblick auf die Unterschiede zwischen westlicher Medizin und tibetischer Heilkunst. Und ständig ist die Reise durch diese fremde Kultur mit vielen Gefühlen verbunden, die einen fühlen lassen, als wäre man mit dabei!

Ich habe ehrlich gesagt, nicht erwartet, dass mir die Geschichte so gut gefallen würde, da es normalerweise nicht mein Genre ist. Das zeigt aber nur, dass man seinen Horizont auf jeden Fall erweitern sollte, denn während dem Lesen bin ich in eine einzigartige Welt eingetaucht, die für mich bisher fremd war. Natürlich kenne ich den Buddhismus aus dem Religionsunterricht, oder aus den Medien, aber, wie es auch im Buch so schön erwähnt wurde:

"Viele westliche Touristen kommen mit einem idealisierten, blankgeputzten und vergoldeten Friedens- und Nächstenliebe-Buddhismus im Kop hierher" -S. 47,

ist mein Wissen über den "tatsächlichen" Buddhismus sehr begrenzt. Umso intensiver und neugieriger habe ich somit die Informationen aus dem Buch verschlungen. Und das beeindruckende dabei war, dass genau diese Details nicht, wie in Sachbüchern, trocken übermittelt wurden, sondern in eine Geschichte voller Gefühle verpackt wurde. Die Begeisterung, Liebe, aber auch Angst und Zweifel von Katja und ihrer Tochter haben der Geschichte einen persönlichen Charme verliehen. Dadurch habe ich mich, wie bereits erwähnt, gefühlt, als wäre ich auf ihrer einzigartigen Reise mitdabei.

Mir gefiel das Gesamtpaket dieses Buches! Die Informationen zum Buddhismus, Tibet und der Geschichte dieser eigenen Kultur haben mich genauso für sich eingenommen, wie die Gegenüberstellung westlicher und tibetischer Medizin und der Fakt, dass man diese auch miteinander verknüpfen kann. Dann die Gefühle, deren Hauptpersonen, die die Geschichte aufgelockert haben und ihr Spannung verliehen. Und die Beschreibungen von allem, was die beiden auf ihrer Reise entdeckt haben - vom Retten eines kleinen Kalbes, das gerade am Ertinken war, bis hin zum einzigartigen Nachthimmel, den man von 5000 m Höhe aus sehen konnte. 

Ich wurde in die Geschichte hineingezogen und mit ihren knapp über 200 Seiten lässt sie sich auch sehr schnell lesen - ehe ichs mich versah, war sie schon zu Ende. Meine Neugier nach Tibet und den Mount Everst wurde auf jeden Fall geweckt, und wer weiß, vielleicht lande ich dort irgendwann mal und kann mir ein eigenes Bild machen. 

Das Buch kann ich jedenfalls jedem empfehlen, unabhängig von Genre, denn es ist nicht nur eine Reise durch eine andere Kultur und die Geschichte, sondern auch eine bewegende Mutter-Tochter-Erzählung, deren Band nach dieser Reise nur noch enger und stärker wurde.

*unbezahlte Werbung*